HCP - High Capacity Pumping

Wenn Flüsse über die Ufer treten oder Sturmfluten Land unter Wasser gesetzt haben, stehen Helfer mit gewaltigen, mobilen Pumpen bereit, um den Menschen über Grenzen hinweg zu helfen. Als „High Capacity Pumping Module – HCP“ werden Einheiten bezeichnet, die von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union freiwillig aufgestellt werden. Die Fähigkeiten der Module sind einander ähnlich, auch wenn sich die Zusammenstellung im Detail sehr unterscheidet. Für Deutschland hat das THW acht HCP-Module aufgestellt und wir sind die Menschen, die aus dieser Technik Hilfe machen!

Die Teams für einen Einsatz eines HCP-Moduls werden aus einem Kader speziell weitergebildeter Helferinnen und Helfern vieler Ortsverbände eines THW-Landes- oder Länderverbandes gebildet. Die deutschen THW-Module tragen Namen großer Flüsse. Das Modul im Norden heißt daher „HCP-DE-Elbe“ und natürlich wird es dann auch von der THW-Geschäftsstelle in Hamburg betreut. Für einen erfolgreichen und sicheren Auslandseinsatz müssen viele Bedingungen eingehalten werden:

  • Die Helferinnen und Helfer müssen sich gegen gefährliche Krankheiten impfen lassen. 
  • Die Menschen sollen sich in Lehrgängen und Trainings auf eine Katastrophe in einer fremden Kultur vorbereiten und 
  • gemeinsam müssen sie die ganze mitgebrachte Ausstattung bedienen können. 
  • Zudem sollen sie in einen Einsatz bis zu 96 Stunden ohne Unterstützung aus dem Einsatzland auskommen können, um den Menschen in Not nicht zusätzlich zur Last zu fallen.

Ein vergleichbarer Wissenstand bildet die Basis. Durch Spezialisierungen, zum Beispiel auf die qualifizierte Erste-Hilfe, Logistik, Elektrik und Mechanik der eingesetzten Pumpentypen, für Führung, technische Leitung und natürlich den Einsatz der Havariepumpen selbst, wird der Einsatzerfolg sichergestellt. Wer das THW kennt könnte meinen, dass alle Einsatzkräfte des HCP-Moduls aus den Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen rekrutiert werden. Das ist aber nicht so. Im Modul Elbe haben sich Menschen vieler THW-Spezialisierungen zusammengefunden, denn wichtig ist, dass sich das Team versteht und Spaß daran hat, sich den besonderen körperlichen, geistigen und seelischen Herausforderungen eines Auslandseinsatzes zu stellen.

Für den Erfolg sind die Helferinnen und Helfer auf eine gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Kräften angewiesen. Damit eine gute Beziehung zu Menschen aufgebaut werden kann, die selbst große Not leiden, bekommen die THW-Auslandshelfer besondere Trainings. Ein Auslandseinsatz ist nicht planbar. Wer aber beruflich ins Ausland muss oder privat gerne Reisen in ferne Länder unternimmt, dem nützen diese Fähigkeiten ganz bestimmt.

Interesse an der Mitarbeit:

Die Helferinnen und Helfer der Module werden drei bis fünf Mal im Jahr zu HCP-Ausbildungen eingeladen.  Gerne bieten wir ein „Probetraining“ an. Bitte die THW-Geschäftsstelle Hamburg informieren – eine Einladung folgt. Ganz gewiss.

Über eine Aufnahme in das HCP entscheiden Mitglieder eines gewählten Beirates. Grundlage der Entscheidung sind Gespräche, Eignung und das bei drei bis vier Veranstaltungen bewiesene Interesse an diesem „Nebenjob“ der einen mit einem blauen Auto in ein Nachbarland bringen kann. 

Notwendig für alle Auslandsexperten/Innen sind die Lehrgänge "Basic Security in the Field" und "Advanced Security in the Field", die hier aufgerufen werden können.

Dieses Infopapier bietet einen Überblick über die Auslandsausbildung und die derzeit angebotenen Auslandslehrgänge.

Hier finden Sie die Funktions- und Qualifikationsbeschreibung für die THW-Auslandsdatenbank.