28.04.2017

Ölschadenbekämpfung auf der Norderelbe

Am Dienstag, den 25.04., ist bei Beladearbeiten auf der Norderelbe ein Binnenschiff auseinandergebrochen und untergegangen. Dabei kam es zum Austritt von Diesel und Hydraulikflüssigkeiten.

Gegen 17:00 Uhr wurden die Technischen Berater Ölschaden des Ortsverbandes Hamburg-Mitte angefordert, um sich ein Bild vom Unglücksort zu machen. Parallel dazu haben im Ortsverband befindliche Helfer damit begonnen, Absorberölsperren zu verladen und die Boote vorzubereiten.

Um 18:00 Uhr wurden zunächst die beiden Ölwehrboote angefordert, um die vor Ort befindliche Firma beim Ausbringen von Absorbersperren zu unterstützen. Nach dem slippen in Entenwerder verlegten die Boote über Wasser an den Einsatzort.

In der Zwischenzeit wurde klar, dass weiteres Material an der Einsatzstelle benötigt wird. Somit wurden die Ortsverbände Mitte und Bergedorf per Funkmeldeempfänger alarmiert, um Ölsperren und Anker an die Einsatzstelle zu bringen.

Mit Hilfe der Ölwehrboote und eines Festmacherbootes aus dem Hafen, wurden Festkörperölsperren gelegt und mit den Ankern gesichert. Parallel dazu bereiteten die Helfer aus Bergedorf weitere Sperren vor, um die Uferböschung zu schützen.

Gegen drei Uhr morgens kehrten die letzten Helfer in ihren Ortsverband zurück.

Am 26.04. übernahm der Zugführer des zweiten technischen Zuges die Einsatzstelle.

In den frühen Morgenstunden des 26.4. lösten Bootsbesatzungen aus dem Ortsverband Hamburg-Harburg die Kameraden aus Mitte ab, da diese bereits viele Stunden im Einsatz waren.

Ölsperren im Elbstrom sind besonders anspruchsvoll, da durch Ebbe und Flut ein starker Strom geht, der auch noch ca. alle 6 Stunden die Richtung wechselt. Hinzu kommt, dass im Zeitraum von 6 Stunden auch der Wasserstand um ca. 4m steigt oder fällt. Dadurch sind die Ölsperren zwangsläufig immer in Bewegung und müssen immer wieder korrigiert werden, da sie sich zum Beispiel am Havaristen verhaken und somit undicht werden.

Da die Ölsperren zum Teil auch aus Material bestehen, welches das Öl aus dem Wasser aufsaugt (wie ein Schwamm), müssen auch hier immer wieder Korrekturen vorgenommen werden, und Teile erneuert werden, die sich bereits vollgesogen haben. Diese kontaminierten Materialien werden speziellen Entsorgungsbetrieben zugeführt, die diese dann umweltschonend verarbeiten.

2 Boote wurden durch den OV Harburg mit insgesamt 4 Helfern besetzt um einen durchgängigen Betrieb der Ölsperren zu gewährleisten. Der Einsatz endete mit der Übergabe an einen Fachbetrieb für die Bekämpfung von Ölschäden als dieser am Vormittag an der Einsatzstelle eintraf.

 

Quellen: https://www.thw-hamburg-mitte.de/ und https://ov-hamburg-harburg.thw.de/


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